HCPH II – Schaffhausen 2:5 (0:3/1:1/1:1)
Tore HCPH II: 1:4 Degiacomi (Dietiker), 2:4 Del Negro (Casanova)
Acht Minuten zum Vergessen, danach eine deutliche Leistungssteigerung: Die Secondos des HCPH mussten sich im Heimspiel gegen Schaffhausen mit 2:5 geschlagen geben. Ein völlig missratener Auftakt, der bereits nach gut acht Minuten zu einem 0:3-Rückstand führte, brachte die Gastgeber früh auf die Verliererstrasse. Obwohl sich die Mannschaft anschliessend fing und dem Gegner über weite Strecken auf Augenhöhe begegnete, liess sich die schwere Hypothek nicht mehr wettmachen.
Fehlstart bringt Secondos früh in Bedrängnis
Die Partie begann für die zweite Mannschaft des HCPH alles andere als nach Wunsch. Die Gastgeber fanden zunächst keinen Zugriff auf das Spiel, wirkten in den entscheidenden Situationen zu wenig konsequent und überliessen den Gästen zu viele Freiräume. Schaffhausen nutzte die Unsicherheiten konsequent aus und stellte die Weichen bereits in der Anfangsphase auf Sieg. Nach etwas mehr als acht Minuten leuchtete ein ernüchterndes 0:3 auf der Anzeigetafel.
Dieser frühe Rückschlag hinterliess zunächst Spuren, doch die Secondos liessen sich nicht vollständig aus dem Konzept bringen. Mit zunehmender Spieldauer gelang es ihnen, mehr Ordnung in die eigenen Reihen zu bringen, die Zweikämpfe entschlossener zu führen und das Geschehen ausgeglichener zu gestalten. Die Mannschaft fand Schritt für Schritt besser in die Begegnung, konnte am deutlichen Rückstand bis zur ersten Pause allerdings nichts mehr ändern.
Degiacomi sorgt für den ersten Lichtblick
Im Mittelabschnitt präsentierte sich ein anderes Bild. Der HCPH agierte nun wesentlich konzentrierter, zeigte mehr Präsenz auf dem Eis und hielt mit den Gästen auch spielerisch besser mit. Die Partie entwickelte sich zunehmend zu einem offenen Schlagabtausch, bei dem sich beide Mannschaften ihre Spielanteile erarbeiteten.
Trotz der deutlichen Steigerung musste das Heimteam zunächst einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Schaffhausen erhöhte auf 4:0 und schien damit bereits früh für klare Verhältnisse zu sorgen. Doch die Secondos bewiesen Moral und hielten unbeirrt an ihrer Spielweise fest. Der Einsatz wurde schliesslich belohnt, als Degiacomi auf Zuspiel von Dietiker den ersten Treffer erzielte und auf 1:4 verkürzte.
Mit diesem Resultat ging es in die zweite Drittelspause. Zwar war der Rückstand weiterhin beträchtlich, doch die Gastgeber hatten inzwischen gezeigt, dass sie dem Gegner durchaus Paroli bieten konnten.
Del Negro lässt nochmals Hoffnung aufkommen
Auch im Schlussdrittel blieb der HCPH engagiert und versuchte, den Rückstand weiter zu verkürzen. Die Secondos suchten vermehrt den direkten Weg zum Tor und hielten die Begegnung mit einer kämpferisch überzeugenden Leistung offen.
Rund acht Minuten vor dem Ende keimte tatsächlich nochmals Hoffnung auf. Del Negro traf auf Vorarbeit von Casanova zum 2:4 und brachte sein Team damit wieder bis auf zwei Tore heran. Plötzlich schien zumindest eine spannende Schlussphase möglich. Die Gastgeber mobilisierten nochmals ihre Kräfte und versuchten, mit einem weiteren Treffer zusätzlichen Druck auf Schaffhausen auszuüben.
Doch die Gäste liessen sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Die Bemühungen des HCPH blieben ohne weiteren Torerfolg, ehe Schaffhausen kurz vor Schluss eine Überzahlsituation zum 2:5 nutzte und damit den Schlusspunkt setzte.
Eine Niederlage mit positiven Erkenntnissen
Am Ende mussten sich die Secondos eingestehen, dass sie die Partie vor allem in den ersten acht Minuten verloren hatten. Der frühe Dreitorerückstand erwies sich als zu grosse Belastung, um gegen einen abgeklärten Gegner nochmals entscheidend zurückzukommen.
Dennoch war die Begegnung keineswegs nur von negativen Eindrücken geprägt. Nach dem schwachen Start zeigte die Mannschaft eine erfreuliche Reaktion, steigerte sich sowohl kämpferisch als auch spielerisch und gestaltete die beiden letzten Drittel weitgehend ausgeglichen. Besonders die Tatsache, dass sich das Team auch beim deutlichen Rückstand nicht aufgab, durfte als positives Zeichen gewertet werden.
Für die kommenden Aufgaben gilt es nun, die nötige Konzentration und Entschlossenheit bereits vom ersten Bully an aufs Eis zu bringen. Denn die Partie gegen Schaffhausen machte deutlich, dass die Secondos durchaus mithalten können, vorausgesetzt, sie bringen ihre Leistung über die gesamten 60 Minuten.