1. Liga - Resultat deutlicher als der Spielverlauf – HCPH verliert Auftakt gegen Wallisellen... | HC Prättigau-Herrschaft

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HCPH unterliegt Wallisellen mit 3:6 Toren.

HCPH unterliegt Wallisellen mit 3:6 Toren.

HC Prättigau-Herrschaft – EHC Wallisellen 3:6 (1:1, 1:2, 1:3)

Eishalle Grüsch: 107 Zuschauer.

Tore HCPH: 1:1 Lüthi (Emmenegger A.), 2:2 Neurauter (Müller), 3:3 Bucher (Vojakov).

Strafen: HCPH 1 × 2 Minuten; Wallisellen 3 × 2 Minuten.

Der HC Prättigau-Herrschaft ist mit einer 3:6-Heimniederlage gegen Wallisellen in die neue 1.-Liga-Meisterschaft gestartet. Das Resultat fiel allerdings deutlicher aus, als es der Spielverlauf vermuten liess. Über weite Strecken begegneten sich die beiden Mannschaften auf Augenhöhe. Vor allem in der Startphase verpasste es der HCPH, seine zahlreichen Möglichkeiten in Tore umzumünzen.

Die Einheimischen fanden gut in die Partie und erspielten sich von Beginn weg mehrere hochkarätige Chancen. Einzig die nötige Effizienz vor dem gegnerischen Tor fehlte. Wallisellen zeigte sich in dieser Hinsicht abgeklärter und ging mit 0:1 in Führung. Der HCPH liess sich davon jedoch nicht beeindrucken, hielt das Tempo hoch und kam durch Lüthi auf Zuspiel von Emmenegger noch vor der ersten Pause zum verdienten 1:1-Ausgleich.

Auch im Mittelabschnitt blieb die Begegnung ausgeglichen und umkämpft. Erneut waren es die Gäste, die vorlegten. Doch der HCPH fand auch auf das 1:2 die passende Antwort: Neurauter traf auf Zuspiel von Müller zum 2:2. Vieles deutete bereits auf einen Gleichstand nach 40 Minuten hin, ehe Wallisellen kurz vor der zweiten Sirene eine Überzahlsituation konsequent nutzte und mit einer 2:3-Führung in die Kabine ging.

Der HCPH kam entschlossen aus der zweiten Pause und schlug seinerseits im Powerplay zu. Bucher verwertete ein Zuspiel von Vojakov zum 3:3. Die Partie war damit wieder völlig offen. Wenig später brachte sich das Heimteam durch einen unglücklichen Scheibenverlust jedoch selbst in Bedrängnis. Wallisellen nutzte die Gelegenheit konsequent und ging erneut mit 3:4 in Führung.

Die wohl entscheidende Szene der Partie folgte wenig später. Der HCPH erspielte sich eine ausgezeichnete Möglichkeit zum Ausgleich, brachte die Scheibe aber nicht im Tor unter. Praktisch im Gegenzug schalteten die Gäste schnell um und vollendeten den Konter zum 3:5. Statt des möglichen Ausgleichs lag der HCPH plötzlich mit zwei Treffern zurück.

Die Einheimischen gaben sich dennoch nicht geschlagen und warfen in der Schlussphase nochmals alles nach vorne. Der Torhüter machte einem zusätzlichen Feldspieler Platz, doch die erhoffte Aufholjagd blieb aus. Wallisellen traf ins verwaiste Gehäuse und sorgte mit dem 3:6 für den Schlusspunkt.

So stand am Ende eine Niederlage, die gemessen am Geschehen auf dem Eis etwas zu deutlich ausfiel. Der HCPH hielt die Partie bis weit ins Schlussdrittel offen und hatte durchaus Möglichkeiten, den Meisterschaftsauftakt erfolgreicher zu gestalten. Ausschlaggebend waren letztlich die konsequentere Chancenauswertung der Gäste und einzelne Schlüsselmomente, die auf die Seite Wallisellens kippten.

Gleichzeitig zeigte sich, dass die zahlreichen Abgänge und die damit verbundenen Veränderungen im Kader nicht spurlos am HCPH vorbeigegangen sind. Bei der neu formierten Mannschaft greifen noch nicht alle Automatismen. Umso erfreulicher war, dass das Heimteam über weite Strecken mit Wallisellen mithielt und die Partie nach dreimaligem Rückstand jeweils wieder ausgleichen konnten.

Für den HCPH gilt es nun, die positiven Ansätze mitzunehmen und an der Effizienz sowie der Abstimmung weiterzuarbeiten. Denn der erste Auftritt der neuen Saison zeigte trotz der 3:6 Niederlage, an diesem Abend wäre durchaus mehr möglich gewesen.