1. Liga - HCPH lässt gegen Bellinzona zu viele Chancen liegen… | HC Prättigau-Herrschaft

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HCPH unterliegt Bellinzona mit 2:5 Toren.

HCPH unterliegt Bellinzona mit 2:5 Toren.

HCPH – Bellinzona 2:5 (0:2/1:0/1:3)

Eishalle Grüsch: 120 Zuschauer

Tore HCPH: 1:2 Amstutz (Bahar); 2:3 Amstutz (Urech)

Strafen: HCPH 6 × 2 Minuten; Bellinzona 5 × 2 Minuten

Nach dem überraschenden Auswärtserfolg in Wil wollte der HCPH vor heimischem Publikum nachlegen. Doch gegen die Gäste aus dem Tessin mussten sich die Bündner trotz einer deutlichen Leistungssteigerung nach dem ersten Drittel mit 2:5 geschlagen geben. Insbesondere im Mittelabschnitt erspielte sich das Heimteam zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten, liess jedoch die nötige Effizienz im Abschluss vermissen. Bellinzona zeigte sich vor dem gegnerischen Tor konsequenter und entführte letztlich die drei Punkte aus Grüsch.

Verschlafener Start bringt HCPH früh in Rücklage

Die Gastgeber fanden nur schwer in die Begegnung und wirkten in der Anfangsphase wenig konzentriert. Während Bellinzona von Beginn weg hellwach agierte und die sich bietenden Räume geschickt nutzte, fehlte es dem HCPH zunächst an der nötigen Konsequenz in den Zweikämpfen und an der Abstimmung innerhalb der Mannschaft. Die Tessiner übernahmen zunehmend die Initiative und setzten die Bündner mit ihrem Spiel unter Druck.

Die Gäste nutzten die Unsicherheiten des Heimteams konsequent aus und gingen mit 0:1 in Führung. Auch dieser Gegentreffer vermochte den HCPH vorerst nicht wachzurütteln. Bellinzona blieb die aktivere Mannschaft, während die Gastgeber Mühe bekundeten, einen geordneten Spielaufbau zustande zu bringen und selbst gefährliche Offensivaktionen zu lancieren. Die Tessiner nutzten ihre Vorteile zu einem weiteren Treffer und erhöhten auf 0:2.

Erst gegen Ende des Startdrittels gelang es dem HCPH, etwas besser in die Partie zu finden. Insgesamt blieb der Auftritt der Bündner jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der Zwei-Tore-Rückstand zur ersten Pause war deshalb die logische Folge eines weitgehend verschlafenen ersten Abschnitts.

Wie verwandelt – doch die Tore fehlen

Einige Umstellungen in den Linien zeigten im Mittelabschnitt deutlich Wirkung. Der HCPH präsentierte sich nun wie ausgewechselt, agierte wesentlich entschlossener und übernahm zunehmend das Spieldiktat. Plötzlich waren es die Bündner, die den Gegner unter Druck setzten, die Zweikämpfe für sich entschieden und mit viel Zug zum Tor zahlreiche gute Möglichkeiten herausspielten.

Bellinzona geriet immer stärker in Bedrängnis und hatte Mühe, sich aus der eigenen Zone zu befreien. Der HCPH kombinierte gefällig, suchte konsequent den Abschluss und kam zu mehreren ausgezeichneten Torchancen. Doch immer wieder fehlten die nötige Präzision oder das letzte Quäntchen Entschlossenheit, um die spielerische Überlegenheit auch auf der Anzeigetafel sichtbar zu machen.

Schliesslich wurden die Bemühungen doch noch belohnt. Amstutz verkürzte nach Vorarbeit von Bahar auf 1:2 und brachte die Gastgeber damit zurück in die Begegnung. Der Treffer verlieh dem HCPH zusätzlichen Schwung, und die Bündner drängten vehement auf den Ausgleich. Möglichkeiten dazu waren mehr als genügend vorhanden, doch der zweite Treffer wollte trotz aller Bemühungen nicht fallen.

So blieb es nach 40 Minuten beim knappen 1:2-Rückstand. Ein Zwischenresultat, das aus Sicht des HCPH angesichts der zahlreichen vergebenen Chancen im Mittelabschnitt durchaus ärgerlich war.

Bitterer Rückschlag in der Schlussphase

Auch im letzten Drittel blieb der HCPH die aktivere Mannschaft und suchte weiterhin den Weg nach vorne. Das Heimteam erspielte sich erneut gute Möglichkeiten, doch wie bereits im Mittelabschnitt fehlte vor dem gegnerischen Tor die nötige Kaltblütigkeit. Die Gäste aus dem Kanton Tessin verteidigten geschickt und verstanden es, den knappen Vorsprung mit viel Einsatz zu behaupten.

Mit zunehmender Spieldauer wurde die Zeit für die Bündner immer knapper. Der HCPH investierte viel, hielt das Tempo hoch und drängte auf den längst fälligen Ausgleich. Doch ausgerechnet in dieser Phase folgte der nächste Rückschlag. Gut sieben Minuten vor dem Ende nutzte Bellinzona eine ihrer Möglichkeiten und erhöhten auf 1:3.

Die Antwort des Heimteams liess allerdings nicht lange auf sich warten. Nur gerade zehn Sekunden nach dem Gegentreffer war erneut Amstutz zur Stelle und verkürzte auf Zuspiel von Urech auf 2:3. Damit keimte in der Eishalle Grüsch nochmals Hoffnung auf, und die Partie war wieder völlig offen.

In den verbleibenden Minuten warf der HCPH nochmals alles nach vorne. Die Gastgeber suchten mit aller Kraft den Ausgleich, öffneten dabei aber zwangsläufig auch Räume in der Defensive. Bellinzona nutzte einen dieser Freiräume zu einem Konter und stellte mit dem 2:4 den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her.

In der Schlussphase ersetzte der HCPH seinen Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler, um nochmals eine Wende zu erzwingen. Doch statt des erhofften Anschlusstreffers gelang den Gästen ein weiterer Treffer ins verwaiste Tor. Mit dem 2:5 war die Partie endgültig entschieden.

Fehlende Effizienz kostet mögliche Punkte

Am Ende stand für den HCPH eine ärgerliche Heimniederlage, die insbesondere aufgrund der zahlreichen ausgelassenen Möglichkeiten schmerzte. Nach einem schwachen Startdrittel zeigten die Bündner über weite Strecken eine deutliche Leistungssteigerung und erspielten sich genügend Chancen, um die Begegnung in eine andere Richtung zu lenken. Doch während Bellinzona seine Möglichkeiten konsequent nutzte, fehlte dem Heimteam im Abschluss die nötige Präzision.

Die Partie zeigte einmal mehr, wie entscheidend die Effizienz vor dem gegnerischen Tor sein kann. Für die kommenden Aufgaben gilt es nun, die positiven Ansätze mitzunehmen, gleichzeitig aber von Beginn weg konzentrierter aufzutreten und die sich bietenden Torchancen konsequenter zu verwerten.

Derby gegen Rheintal steht bevor

Viel Zeit, die Niederlage zu verarbeiten, bleibt dem HCPH nicht. Bereits am Dienstag wartet mit dem Derby gegen Rheintal die nächste Herausforderung. Für die Bündner bietet sich damit die Gelegenheit, eine unmittelbare Reaktion zu zeigen und mit einer konzentrierten und entschlossenen Leistung wieder auf die Siegerstrasse zurückzukehren.